Welches Motorenöl

Hier gibt es alles was man über Motoröl wissen muss.

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tanne-alt
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Toyota Marke: Toyota Corolla Verso
Modell: D-Cat
Ausstattung: Executive
welcher Motor: Diesel 2AD-FHV mit 130 KW / 177 PS
Getriebeart: Schaltgetriebe 6 Gang
Tag der ersten Zulassung: 16. Apr 2007
Laufleistung in Km: 137000
Allwetterreifen: 215 x 50 R17
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Welches Motorenöl

#1

Ungelesener Beitrag von tanne-alt »

Welches Motorenöl für mein Auto.
Mit DPF habe ich einen klare Empfehlung

Liqui Moly 5W-30 
Top Tec 4300

Es gibt sicher noch viele andere Motorenöle die für den Einsatz im Toyota geeignet sind.
  • Spezifikationen und Freigaben: ACEA A1-04/A5-04/B1-04/B5-04/C2-04,API SN/CF, Fiat 9.55535-S1,Honda,ILSAC GF-3,Mazda,Peugeot Citroen (PSA) B 712290,Toyota
  • Lange Motorlebensdauer durch hervorragenden Verschleißschutz; Schnelle Ölversorgung bei tiefen Temperaturen
  • Optimaler Öldruck in allen Drehzahlbereichen
  • Höchste Schmiersicherheit bei hohen und tiefen Temperaturen
  • Lieferumfang: Liqui Moly 3741 Top Tec 4300 Motoröl 5 W-30 5 Liter
Ich selber fahre das Öl schon immer auf meinem Motor 2,2 L / 177 PS und habe noch nie Probleme mit dem Öl gehabt.
 Das Wichtigste ist die Spezifikation C2 , das heißt Low Ash 
Hier mal eine Erklärung.Unter Low SAPS Ölen versteht man Öle mit niedrigen Anteilen von Sulfat-Asche (SA), Phosphor (P) und Schwefel (S). Eine andere Bezeichnung für Low SAPS ist auch der Begriff Low ash wegen der niedrigen Neigung zur Aschebildung. Die Motoröle sind schadstoffarm additiviert und kommen vorwiegend in Fahrzeugen mit Diesel-Partikel-Filter (DPF) und Drei-Wege-Katalysator (Three Way Catalysator - TWC) zum Einsatz. Denn wenn Schwefel und Phosphor in großen Mengen verbrennen, verstopfen die Rückstände die feinen Poren der Filter oder die Lamellen der Katalysatoren. Phosphor und Schwefel neutralisieren die Oberflächen der Katalysatoren und unterbinden die Abgasentgiftung.Die Motorenöle garantieren durch den geringen aschebildenden Anteil und der Reduzierung der Katalysatorgifte Schwefel und Phosphor eine längere Lebensdauer und Effizienz der Abgasreinigungssysteme und einen geringeren Schadstoffausstoß.In den ACEA-Spezifikationen der Klassen C1 – C5 für Dieselfahrzeuge werden Grenzwerte für den Sulfataschegehalt der Schmierstoffe festgelegt. Dieser darf einen Anteil von 0,5% (Low SAPS bei ACEA C1 & C4), bzw. 0,8% (Mid SAPS bei ACEA C2, C3 & C5) nicht überschreiten.
Hier mal eine Erklärung der ACEA-Spezifikationen
ACEA Sequenz Einsatzbereich/Anforderungen
A3/B3 HTHS-Viskosität von ≥ 3,5 mPas, weniger Verdampfungsverluste, hohe Kolbensauberkeit und Oxidationsstabilität
A3/B4 HTHS-Viskosität von ≥ 3,5 mPas, erfüllt Anforderungen für Direkteinspritzer-Dieselmotoren
A5/B5 HTHS-Viskosität von 2,9-3,5 mPas, übrige Standards entsprechen A3/B4
C1 Low SAPS, Sulfataschegehalt max. 0,5%, HTHS ≥ 2,9 mPas
C2 Mid SAPS, Sulfataschegehalt max. 0,8%, HTHS ≥ 2,9 mPas
C3 Mid SAPS, Sulfataschegehalt max. 0,8%, HTHS ≥ 3,5 mPas
C4 Low SAPS, Sulfataschegehalt max. 0,5%, HTHS ≥ 3,5 mPas
C5 Mid SAPS, Sulfataschegehalt max. 0,8%, HTHS ≥ 2,6 < 2,9 mPas
E4 Basiert auf MB 228.5, lange Ölwechselintervalle, geeignet für EURO III-Motoren
E6 Empfohlen für AGR-Motoren und SCR NOX-Motoren mit Dieselpartikelfilter in Kombination mit schwefelfreiem Kraftstoff, Sulfataschegehalt ≤ 1%
E7 Empfohlen für AGR-Motoren und SCR NOX-Motoren ohne Dieselpartikelfilter, Sulfataschegehalt ≤ 2%
E9 Empfohlen für eine Vielzahl AGR-Motoren und SCR NOX-Motoren mit/ohne Dieselpartikelfilter in Kombination mit schwefelfreiem Kraftstoff, Sulfataschegehalt ≤ 1%
 
 Quelle: https://addinol.de/
Hier noch eine Erklärung was HTHS ist
Öl/HTHS
HTHS ist die Abkürzung für High Temperature/High Shear und gibt Auskunft darüber, ob ein Öl auch bei hohen Temperaturen, Drücken und Scherwirkungen nicht zu flüssig wird.
Bei Erwärmung des Öls nimmt die dynamische Viskosität ab. Der Wert wird in mPas (mPa·s; Millipascalsekunde) angegeben. Je niedriger dieser Wert ist, je weniger Widerstand bietet das Öl und desto dünnflüssiger ist es. Irgendwann ist es zu flüssig um noch ausreichend Druck aufnehmen zu können, ohne das die Schmierwirkung verloren geht. Daher kommen Polymere in das Öl, die bei Erwärmung das Öl wieder dickflüssiger machen. Solche Öle sind Mehrbereichsöle, man erkennt sie daran, das nicht nur eine Viskosität sondern ein Bereich angegeben ist, z.B. 5W-40. Ab einer bestimmten Temperatur, können diese Polymere ihre Aufgabe aber nicht mehr erfüllen und die Viskosität nimmt zu stark ab. Bei HTHS Ölen passiert das nicht, sie weisen auch bei hohen Temperaturen und Scherwirkungen eine ausreichende Viskosität auf.

Normale HTHS Öle haben einen Wert > 3,5 mPas. Abgesenkte HTHS Öle liegen zwischen 3,5 mPas und 2,9 mPas. Soll ein Öl mit einem niedrigen HTHS Wert verwendet werden (z.b. ACEA A1/B1), muss der Motor dafür (konstruktiv) ausgelegt sein (siehe Herstellerangaben). Abgesenkte HTHS Öle haben bei gleichen Druck- und Temperaturwerten eine etwas geringere Viskosität als normale HTHS Öle, was dem Spritsparen dient. Wird solch ein Öl mit abgesenktem HTHS in einen Motor eingefüllt, der konstruktiv dafür nicht ausgelegt ist, kann es zu ungewolltem Verschleiß udn Schäden kommen, da es in dem Fall unterdimensioniert ist.

Wenn ein Hersteller für einen Motor ein Öl mit niedrigem HTHS Wert empfiehlt, sollte dieses auch verwendet werden. Land Rover empfiehlt z.B. für den Td5 ein Öl nach B1-98 oder A1/B1 Spezifikation (B2 wurde um 2001 auch erlaubt, ist aber zurückgezogen und durch B3 bzw. A3/B3 ersetzt worden).

Ermittlung des HTHS Wertes
Um den HTHS Wert für ein Öl zu messen, wird ein standardisiertes Messverfahren (ASTM D 4683 Test) verwendet.
Bei 150° C wird in einen feststehenden Zylinder ein sich mit 3.200 U/min-1 drehender Körper eingelassen, wobei ein Schmierspalt von 3 μm (0,003 mm) bleibt. Das gemessene Drehmoment bei einer festen Scherrate von 106/Sek, also der Widerstand der den drehenden Körper abbremst, ist der HTHS Wert.

Quelle: https://www.landypedia.de/
 
 
 
 
Mein KM - Stand , ca. 136000 Km.
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